12.10.2005
  Treffen mit dem Tiefbauer am Grundstück. Er erklärt uns im Detail, was alles an Tiefbauarbeiten zu tun sei, was nicht in den vom HvH-Vertrag gedeckten Kosten enthalten ist:
  • Anschluß an den Abwasserkanal (Rohre, Erdarbeiten, Revisionsschacht)
  • Wegschieben des Mutterbodens, Lagern auf dem Grundstück
  • Abtransport Erdreich, das nicht gelagert/gebraucht werden kann
  • 20 cm kapillarbrechende Schicht aus Rollkies, unter dem Fundament
  • Erstellung einer Baustrasse (spätere Einfahrt)
  • Rigolenversickerungssystem für das Regenwasser vom Dach (da wir nur einen Schmutzwasserkanal haben)
  • Ringdrainage rund um den Keller
  • Pumpenschacht für Drainage
  • ... und einiges mehr
Von den Zusatzkosten in deutlicher fünfstelliger Höhe sind wir ziemlich überwältigt, da wir sie - dank des HvH-Vertrieblers und der Gemeinde - deutlich geringer eingeschätzt hatten.
Der Vertriebler hatte ohnehin Zusatzkosten nur dann genannt, wenn wir gezielt nach bestimmten Posten gefragt hatten. So blieben viele Posten bis heute unbekannt, die jetzt teuer aufschlagen.
Aber auch die Gemeinde (Bau- und Tiefbauamt) hätte uns besser beraten können: Jeder Mitarbeiter der Ämter hat uns erklärt, wegen des fehlenden Misch- oder Regenwasserkanals sei eine Gebäudedrainage unmöglich. Die Kosten dafür waren dem entsprechend auch nicht eingeplant. Der Tiefbauer aber konnte uns eine völlig legale Drainage-Lösung anbieten und hielt sie auch für unbedingt angeraten (ebenso wie der Bauleiter und sämtliche Fachleute, die wir dazu befragt hatten).

Da wir - ebenso wie mein Vater, der ein komplettes EFH selbst gebaut hat - nichts finden, was wir guten Gewissens streichen können, müssen wir den Tiefbauer mit den von ihm vorgeschlagenen Posten beauftragen. Und weil es sich eben um den Tiefbauer handelt, der von HvH vorgegeben wird, und weil wir im Plan bleiben wollen, haben wir (zumindest dieses Mal) keine Chance, weitere Angebote einzuholen.