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Wolfgang fährt allein zur Bemusterung nach Hannover, da wir
die Zwerge noch nicht einen ganzen Tag weggeben können.
Die Baudurchsprache plus Bemusterung dauert von ca. 9:15 bis
17:30 und ist ziemlich anstrengend. Allein für die ganzen
Änderungen an Schnitt, Keller etc. brauchen wir bis Mittags.
Bis dahin haben wir das Haus auf den Grundstückslageplan
gezeichnet und die Innengrundrisse festgelegt.
Bei der Materialbemusterung und der Rohbauplaung ergeben sich
u.a. noch folgende Änderungen zum bisherigen Plan:
- Die "serienmäßigen" Fenster mit Innensprossen werden gegen
normale Fenster ohne Sprossen getauscht (die Innensprossen sehen
einfach lächerlich aus und richtige Sprossenfenster waren leider
zu teuer). Stattdessen investieren wir in Fenster mit besserem
Aushebelschutz.
- Die standardmäßige Dachpfanne "Harzer Pfanne BIG" ist
grotesk groß - eher was für Scheunen oder Supermärkte. Wir
upgraden auf die normale Harzer Pfanne, gegen Aufpreis
natürlich.
- Die standardmäßigen Türen (in einem anderen HvH-Bautagebuch
lasen wir etwas von "Playmobiltüren") haben nur ein Plastikdekor.
Das ist für ein Dekor zwar ok ausgeführt, aber eben nur Dekor.
Wir nehmen also die nächstteurere Variante mit Buchenfurnier
(ca. 80 EUR mehr pro Tür). Dafür lassen wir die Klinken und
Beschläge weg, die kaufen wir eher im guten Baumarkt.
- Die Innentreppe zum Keller ist spartanisch ausgeführt. Da
kommen wir nicht umhin, nochmal rund 800 EUR draufzulegen für
ein upgrade auf die gleiche Treppe, die standardmäßig vom EG zum
OG führt.
- Die Gastherme wird in den Keller verlagert, ausserdem kommt
ein Schornstein mit zwei Rauchrohren hinzu (das zweite ist für
den Kaminofen).
- Die Baudurchsprecherin empfiehlt unbedingt
die Installation von Drainplatten an den Kellerausssenwänden,
damit die Staunässe besser abgeleitet werden kann. Kostenpunkt:
rund 1.800 EUR extra. Machen wir, zähneknirschend.
- Und noch einiges mehr, aber die Liste ist hier schon lang
genug. Der absolute Witz ist aber, dass wir - bedingt durch die
Hanglage (1,5 Meter Gefälle auf 10 Meter) - 126 EUR für zusätzliche
Gerüste bezahlen sollen. Die "Standardleistungen" von HvH scheinen
wirklich hart auf Kante genäht zu sein. Anders ausgedrückt: die
"Grundpreise", die man so auf der HvH-Seite findet, sind wenig
realistische Lockpreise.
Ausserdem empfiehlt die Baudurchsprecherin, statt
des ohnehin schon verstärkten Fundaments, eine WU-Platte
(Wasserundruchlässiger Stahlbeton). Kostenpunkt: knapp 4.000 EUR
extra. Allerdings würden dann die Kosten für die
Fundamentverstärkung (rund 800 EUR) wieder entfallen. Das müssen
wir uns erstmal noch durch den Kopf gehen lassen und vertagen
diese Entscheidung.
Wolfgang fährt mit rauchendem Kopf und genervt von schon jetzt
explodierenden Kosten nach Hause.
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