07.06.2005
  Wolfgang fährt allein zur Bemusterung nach Hannover, da wir die Zwerge noch nicht einen ganzen Tag weggeben können. Die Baudurchsprache plus Bemusterung dauert von ca. 9:15 bis 17:30 und ist ziemlich anstrengend. Allein für die ganzen Änderungen an Schnitt, Keller etc. brauchen wir bis Mittags. Bis dahin haben wir das Haus auf den Grundstückslageplan gezeichnet und die Innengrundrisse festgelegt.
Bei der Materialbemusterung und der Rohbauplaung ergeben sich u.a. noch folgende Änderungen zum bisherigen Plan:
  • Die "serienmäßigen" Fenster mit Innensprossen werden gegen normale Fenster ohne Sprossen getauscht (die Innensprossen sehen einfach lächerlich aus und richtige Sprossenfenster waren leider zu teuer). Stattdessen investieren wir in Fenster mit besserem Aushebelschutz.
  • Die standardmäßige Dachpfanne "Harzer Pfanne BIG" ist grotesk groß - eher was für Scheunen oder Supermärkte. Wir upgraden auf die normale Harzer Pfanne, gegen Aufpreis natürlich.
  • Die standardmäßigen Türen (in einem anderen HvH-Bautagebuch lasen wir etwas von "Playmobiltüren") haben nur ein Plastikdekor. Das ist für ein Dekor zwar ok ausgeführt, aber eben nur Dekor. Wir nehmen also die nächstteurere Variante mit Buchenfurnier (ca. 80 EUR mehr pro Tür). Dafür lassen wir die Klinken und Beschläge weg, die kaufen wir eher im guten Baumarkt.
  • Die Innentreppe zum Keller ist spartanisch ausgeführt. Da kommen wir nicht umhin, nochmal rund 800 EUR draufzulegen für ein upgrade auf die gleiche Treppe, die standardmäßig vom EG zum OG führt.
  • Die Gastherme wird in den Keller verlagert, ausserdem kommt ein Schornstein mit zwei Rauchrohren hinzu (das zweite ist für den Kaminofen).
  • Die Baudurchsprecherin empfiehlt unbedingt die Installation von Drainplatten an den Kellerausssenwänden, damit die Staunässe besser abgeleitet werden kann. Kostenpunkt: rund 1.800 EUR extra. Machen wir, zähneknirschend.
  • Und noch einiges mehr, aber die Liste ist hier schon lang genug. Der absolute Witz ist aber, dass wir - bedingt durch die Hanglage (1,5 Meter Gefälle auf 10 Meter) - 126 EUR für zusätzliche Gerüste bezahlen sollen. Die "Standardleistungen" von HvH scheinen wirklich hart auf Kante genäht zu sein. Anders ausgedrückt: die "Grundpreise", die man so auf der HvH-Seite findet, sind wenig realistische Lockpreise.
Ausserdem empfiehlt die Baudurchsprecherin, statt des ohnehin schon verstärkten Fundaments, eine WU-Platte (Wasserundruchlässiger Stahlbeton). Kostenpunkt: knapp 4.000 EUR extra. Allerdings würden dann die Kosten für die Fundamentverstärkung (rund 800 EUR) wieder entfallen. Das müssen wir uns erstmal noch durch den Kopf gehen lassen und vertagen diese Entscheidung.
Wolfgang fährt mit rauchendem Kopf und genervt von schon jetzt explodierenden Kosten nach Hause.